Ob kaufen oder erobern – die USA wollen Grönland auf jeden Fall übernehmen
Dass ein NATO-Staat einen anderen NATO-Staat angreifen oder auch nur bedrohen könnte, ist nicht vorgesehen in der Bündnislogik, die sich um die Abwehr eines Feindes von außen dreht. Zwar gab es solche Konstellationen bereits in der mehr als 70-jährigen Geschichte der Allianz, etwa zwischen der Türkei und Griechenland. Aber dass die Führungsmacht des Bündnisses unverhohlen Gebietsansprüche gegen einen Bündnispartner geltend macht, ist neu. Und war vor Donald Trump unvorstellbar.
Zwar beherbergt Grönland, ein autonomes Inselgebiet des Königreichs Dänemark mit rund 57.000 Einwohnern, bereits seit Jahrzehnten eine US-Militärbasis. Doch mit der zunehmenden Bedeutung der Arktis, unter anderem mit der durch den Klimawandel verursachten Eisfreiheit und deren Konsequenzen für globale Lieferketten und Schiffsrouten, verändert sich die Gemengelage. Das haben auch Russland und China erkannt, die zunehmend in der Region präsent sind.
Der US-Präsident meint deshalb, man brauche Grönland unbedingt. „Acquiring Greenland“ sei eine Priorität der nationalen Sicherheit der USA, so auch die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Dazu würden diverse Optionen geprüft, die militärische sei eine davon. Trumps........
