menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Datenschutz by Design: Wie Künstliche Intelligenz global geregelt werden könnte

5 1
tuesday

Im Vorfeld des AI Impact Summit, eines Gipfeltreffens über Künstliche Intelligenz in Indien im Februar, wird deutlich, dass die meisten Länder noch kein praktikables Modell zur Steuerung und Verwaltung der KI-Technologie haben. Während die Vereinigten Staaten weitgehend auf Marktkräfte vertrauen, verlässt sich die Europäische Union auf umfangreiche Vorschriften und China auf seine konzentrierte staatliche Autorität.

Aber wenn man zu den vielen Ländern gehört, die KI regeln müssen, ohne über massive Regulierungsstrukturen oder Rechenkapazitäten zu verfügen, ist keins dieser Modelle eine realistische Möglichkeit. Stattdessen brauchen wir einen anderen Rahmen: einen, der Transparenz, Zustimmung und Rechenschaftspflicht direkt in die digitale Infrastruktur einbettet.

Bei diesem Ansatz wird die KI-Governance als eine Designentscheidung betrachtet, die direkt in die Grundlagen digitaler Systeme integriert werden kann. Sind Sicherheitsvorkehrungen Teil der Architektur, wird verantwortliches Verhalten zum Standard. So erhalten die Regulierungsbehörden einen unmittelbaren Einblick, wie sich Daten und automatisierte Systeme verhalten, und die Nutzer haben eine klare Kontrolle über ihre Informationen. Dieser Ansatz ist viel skalierbarer und inklusiver, als lediglich auf Regulierung zu setzen.

Aber wie sollte dies in der Praxis aussehen? Aus den Erfahrungen Indiens mit digitaler öffentlicher Infrastruktur lässt sich viel lernen: Die indischen Plattformen für Identitätsnachweise (Aadhaar), Zahlungen (UPI), Reisen (DigiYatra) und den digitalen Handel (ONDC) zeigen, wie öffentliche Standards und private Innovationen auf nationaler Ebene........

© der Freitag