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Ukraine/Russland: Was den Krieg derzeit eher verlängert als verkürzt

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16.12.2025

Als Wladimir Putin sich am 11. Dezember mit Frontkommandeuren traf, war die Tonlage eindeutig. Die „Befreiung“ der Territorien Donezk, Lugansk, Saporoschije und Cherson vollziehe sich „rhythmisch“, die „strategische Initiative“ liege „voll in den Händen der russischen Streitkräfte“. Der Präsident würdigte die Einnahme der Stadt Sewersk nordöstlich von Slawjansk und Kramatorsk. Dies schaffe Voraussetzungen, um „ukrainische bewaffnete Formationen von unserem Territorium“ zu vertreiben und im Donbass wieder ein friedliches Leben zu führen. Da klang der Anspruch auf den gesamten Donbass durch, was in dieser Frage Kompromisse am Verhandlungstisch eher ausschließt.

Bereits Tage zuvor hatte Putin beim Besuch eines Kommandopunktes nahe der ukrainischen Front erkennen lassen, dass die derzeitige Regierung in Kiew für ihn kein Partner sei. Er sprach über die „Tragödie des ukrainischen Volkes“, die verbunden sei „mit der kriminellen Politik jener räuberischen Junta, welche die Macht in Kiew erobert hat“.

Parallel dazu äußerte Außenminister Sergej Lawrow die Erwartung, dass sich die Ukraine ausdrücklich verpflichten müsse, „blockfrei, neutral und kernwaffenfrei“ zu sein. Es müsste „kollektive........

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