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„Stranger Things“-Finale auf Netflix: Warum Elon Musk die Serie völlig missverstanden hat

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02.01.2026

Der Netflix-Mystery-Megahit „Stranger Things“ ließe sich als eine Story über Monster zusammenraffen: Böse Wesen aus einer fremden Dimension wüten in den 1980ern bis hinein in die US-Kleinstadt Hawkins, Indiana. Ganz falsch wäre eine solche Lesart nicht. An der Oberfläche stimmt sie sicherlich sogar. Aber sie verfehlt den Kern der Serie. Das, was „Stranger Things“ zum globalen Phänomen gemacht hat im Lauf der letzten knapp zehn Jahre, sind weder Verfolgungsjagden, CGI-Gewitter noch nervös flackernde Lampen. Nicht mal der 80s-Soundtrack mit seinen ultramelodischen Synthie-Liedern für die Ewigkeit wie Kate Bushs „Running Up That Hill“.

Sondern die warmherzige Dynamik der Figuren. Sie ist der wahre unique selling point von „Stranger Things“. Darum haben Millionen von Menschen sie ins Herz geschlossen. Wir erinnern uns zurück an Staffel 1: Eine Gruppe Grundschul-Jungs zockt „Dungeons & Dragons“: Mike, Will, Lucas und Dustin. Ein Quartett hyper-sympathischer Nerds. Sie cruisen auf ihren BMX-Rädchen durch Hawkins – und verständigen sich vorzugsweise per Walkie-Talkie. Bis einer von ihnen verschwindet im Wald: der besonders schüchterne Will Byers (Noah Schnapp). Seine Mutter (geniales Overacting: Winona Ryder) glaubt, obwohl man ihr was Anderes........

© Berliner Zeitung