menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Corona-Pandemie: Wenn das Kindeswohl fatalerweise aus dem Blick gerät

24 1
03.01.2026

Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Der Berliner Verlag gibt allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.

Ich schreibe diesen Text als Mutter, Großmutter und als Pädagogin. Und als jemand, der während der Corona-Pandemie täglich gesehen hat, was politische Entscheidungen für Kinder konkret bedeutet haben.

Kinder haben in dieser Zeit viel verloren: Bildung, soziale Kontakte, Schutzräume, Verlässlichkeit. Schulen und Kitas waren über Monate geschlossen, Hilfesysteme eingeschränkt, Freizeitangebote gestrichen. Für viele Kinder war das nicht nur eine Belastung, sondern ein tiefer Einschnitt. Fachleute sprechen heute von den gravierendsten Einschränkungen von Kinderrechten seit Jahrzehnten.

Was mich bis heute irritiert, ist weniger, dass staatliche Entscheidungen unter großer Unsicherheit getroffen wurden. Darüber wird inzwischen gestritten, zu Recht. Was irritiert, ist die vergleichsweise leise Rolle jener Organisationen, die sich dem Schutz von Kindern und ihren Rechten besonders verpflichtet fühlen.

Corona: Ihr werdet Oma umbringen – die grausame Indienstnahme der Kinder

09.11.2025

Organisationen mit moralischem Auftrag genießen ein besonderes Vertrauen. Ihre Legitimation speist sich aus einem moralischen Versprechen: Wir stehen auf der richtigen Seite. Dieses Versprechen verleiht Autorität........

© Berliner Zeitung