Trump hat Freude am Krieg: Die neue Ehrlichkeit des US-Imperialismus
Dass die USA die Welt mit Bomben übersäen, ist nichts Neues. Seit 1945 greift die selbsternannte Weltpolizei immer wieder und das Völkerrecht ignorierend in Konflikte rund um den Globus ein. Der Koreakrieg, der Vietnamkrieg, die Interventionen im Irak, in Afghanistan oder Libyen gehören zu den prägenden Kapiteln der amerikanischen Außenpolitik der vergangenen Jahrzehnte.Neu ist jedoch der Ton, mit dem diese Politik inzwischen begleitet wird. Lange Zeit wurden militärische Interventionen von einem vertrauten rhetorischen Muster begleitet: Kriege wurden mit Demokratie, Menschenrechten oder der Sicherheit der internationalen Ordnung begründet. Selbst wenn es offensichtlich und ausschließlich um strategische und/oder ökonomische Interessen ging, präsentierten US-Regierungen ihre Entscheidungen als moralische Pflicht.
Diplomatie gescheitert: Der Iran-Krieg rückt die Golf-Monarchien an den Abgrund
Neue Fronten: Hat mit dem Angriff auf den Iran der Weltkrieg schon begonnen?
Ein besonders bekanntes Beispiel dafür liefert der Irakkrieg 2003. Die Regierung von George W. Bush behauptete damals, Saddam Hussein verfüge über chemische und biologische Waffen und arbeite am Aufbau nuklearer Kapazitäten. Diese „Massenvernichtungswaffen“ stellten angeblich eine unmittelbare Bedrohung für die USA und die gesamte Welt dar.
Am 5. Februar 2003 trat Außenminister Colin Powell vor den UN-Sicherheitsrat und präsentierte Satellitenbilder, Abhörprotokolle und sogar ein kleines Fläschchen,........
