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Warnstreik in Berlin: Warum der Tarifstreit auch ein Beamtenproblem ist

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Einen Tag vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben am Mittwoch, dem 14. Januar 2026, Tausende Beschäftigte in Berlin die Arbeit niedergelegt. Mit einem Demonstrationszug durch die historische Mitte der Hauptstadt erhöhten die Gewerkschaften Verdi, GEW, GdP und IG Bau den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Während die Arbeitnehmerseite angesichts der Lebenshaltungskosten in Berlin deutliche Gehaltssteigerungen fordert, weisen die Arbeitgeber die Ansprüche mit Verweis auf die gesunkene Inflation und leere Kassen als unrealistisch zurück.

Nach Angaben der Veranstalter folgten rund 5000 Beschäftigte dem Aufruf zum Warnstreik. Die Berliner Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf 3000 bis 4000 Personen. Der Demonstrationszug formierte sich am Vormittag am Bahnhof Friedrichstraße und zog über den Boulevard Unter den Linden zum Roten Rathaus, dem Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters.

Die Atmosphäre war kämpferisch, dominiert von roten Plastikrasseln und Trillerpfeifen. Ein dem Zug vorausfahrender Lautsprecherwagen untermalte den Protest mit dem Song „Bück dich hoch“ der Band Deichkind. Textzeilen wie „Nimm dir ein Beispiel an Donald Trump, komm, steiger den Profit“ und „Schenke deinen Urlaub dem Konzern“ wurden von den........

© Berliner Zeitung