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Auf dem Weg zur Erziehungsdiktatur

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27.09.2020

Ist Ihnen die neue Berlin-Kampagne schon aufgefallen? Die weißen Plakate, mit schwarzen Rand, einem kleinen, etwas verfremdeten Berliner Bären und komischen Sprüchen wie „Ich so: BDSM. Du so: Slackline. Wir beide so: Hexenschuss.“ oder „Ich so: Brötchen. Du so: Semmeln. Wir beide so: Zwei Schrippen bitte.“ Alles unter dem übergreifenden Motto: „WirsindeinBerlin“. Mein Humor ist das nicht, aber sicherlich fanden es die Senatskanzlei, die die Kampagne beauftragt hat, und auch die beteiligten Verantwortlichen von „Berlin Partner“, „Visit Berlin“ und von den Kulturprojekten lustig. Die ganze Sache hat übrigens rund 1,5 Millionen Euro gekostet.

Aber weil nicht alle aufgepasst haben, musste ein Ausdruck aus der Kampagne – „Vom Ich zum Wir“ – gleich wieder verschwinden. Dieser Slogan war in den 1960er-Jahren in der DDR-Propaganda genutzt worden, um die Zwangskollektivierung der........

© Berliner Morgenpost


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