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Papst-Entscheidung zu Woelki: Ein schwarzer Tag für Missbrauchsopfer

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24.09.2021

Der höchst umstrittene Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki darf im Amt bleiben. Die Begründung dafür zeigt, worum es der Kirche wirklich geht: um den Systemerhalt.

Wieder hat der Papst die Gelegenheit verpasst, ein Zeichen zu setzen. Zumindest eines des: „Ich habe verstanden!“ Stattdessen hat er ein Ausrufezeichen des „Weiter-so“ gesetzt. Nach dem Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx und nach dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße, die ihm beide im grellen Licht des Missbrauchsskandals ihren Amtsverzicht angeboten hatten, belässt er nun also auch noch den wegen seines Umgangs mit Missbrauchsfällen höchst umstrittenen Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki im Amt. Und obendrein die beiden Kölner Weihbischöfe Ansgar Puff und Dominikus Schwaderlapp. Nicht nur für Missbrauchsbetroffene ist dies ein tiefschwarzer Tag.

Im Unterschied zu den Erzbischöfen Marx und Heße hatte Woelki kein Rücktrittsgesuch an Franziskus gerichtet. Auch zeigte er sich wenig einsichtig oder demütig. Beharrlich vertrat er die Auffassung, aller berechtigter Kritik an........

© Augsburger Allgemeine


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