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Mütter, Väter, Kinder

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13.08.2026

Wenn du mich vor ein paar Wochen gefragt hättest, was von Bundeskanzler Christian Stockers Sommertour bleiben wird, hätte ich wahrscheinlich getippt: nicht viel. Politiker:innen-Sommergespräche, überhaupt solche in sehr kontrollierten Rahmen, sind in aller Regel wie die Perseiden: meistens enttäuschend, wenn es sich dann doch einmal ergibt, vielleicht sogar hübsch anzusehen, aber rasch wieder vorbei, und alles geht bald wieder seinen gewohnten Lauf.

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Nur, so kam es nicht. Christian Stockers inzwischen weithin zitierte Aussage: „Kinderbetreuung ist für mich keine Arbeit“, wird ihm, das wage ich zu prognostizieren, bleiben wie einst Karl Nehammer der McDonald’s-Burger als billigste Mahlzeit in Österreich; Entschuldigung hin oder her.

Abseits der Aufregung ist das aber ein guter Anlass, sich etwas genauer der Frage zu widmen, wer die Arbeit in der Kinderbetreuung eigentlich macht – und wer stattdessen der Erwerbsarbeit frönt.

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Innenpolitik-Journalist Georg Renner über Österreichs Politiklandschaft.

Die gute Nachricht: Wir haben ziemlich passable Daten zu dem Thema. Die schlechte: Die beste Quelle ist vier Jahre alt, und es wurden noch dazu Menschen während der Pandemie befragt – zwischen Oktober 2021 und Dezember 2022, genauer gesagt. Damals hat die Statistik Austria – im Auftrag des damals ÖVP-geführten Frauenministeriums – die bis dato letzte „Zeitverwendungserhebung“ durchgeführt: 4.342 Haushalte, in denen jedes Mitglied ab zehn Jahren zwei Tage lang ein Tagebuch führen und jede Tätigkeit, die länger als zehn Minuten dauerte, dokumentieren musste: Kochen, Schlafen, Arbeiten, Wickeln, Hausaufgabenbetreuung. Es ist die wichtigste Datenquelle, die es zur unbezahlten Arbeit in Österreich gibt, und sie erlaubt uns, den Kanzler-Sager mit der Realität in Einklang zu bringen.

Die Zeitverwendungserhebung zählt........

© Wiener Zeitung