Warum das Mercosur-Abkommen kaum Auswirkungen für dich hat
Gefahr für die Landwirtschaft oder mehr Wohlstand durch die Freihandelszone? Das Abkommen zwischen der lateinamerikanischen Wirtschaftsunion Mercosur und der EU ist nach 25 Jahren so gut wie fix. Der Deal klingt simpel: Fast alle Zölle zwischen den Handelspartnern werden abgeschafft. Mit Schutzklauseln soll die Skepsis abgebaut werden, doch was genau steckt dahinter?
Der Mercosur ist eine Handelsgemeinschaft mit dem Namen „Mercado Común del Sur“ (Gemeinsamer Markt des Südens). Zu dieser Vereinigung gehören die lateinamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela und Bolivien. Sie wurde 1991 initiiert und umfasst nicht nur knapp drei Viertel der Fläche Südamerikas, sondern auch von dessen Wirtschaftsleistung. In der Region leben rund 295 Millionen Menschen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,7 Billionen Euro im Jahr 2024 zählt sie zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Mercosur ist neben den USA und China außerdem ein wichtiger Handelspartner für die Europäische Union. Der wichtigste Sektor des Wirtschaftsblocks ist die Landwirtschaft: 42,7 Prozent der Exporte in die EU sind auf landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Sojabohnen zurückzuführen.
Das Warenvolumen zwischen Mercosur und der EU betrug laut Zahlen des Europäischen Rates des Jahres 2024 111 Milliarden Euro. Davon entfallen 56 Milliarden Euro auf Exporte aus den lateinamerikanischen Staaten und 55,2 Milliarden Euro auf Exporte aus der EU. Die wichtigsten Warengruppen der EU-Exporte sind Maschinen, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie Transportmittel. Aus dem Mercosur werden wiederum neben........
