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Unter vier Prozent aktiver Nutzer: So kommt die elektronische Patientenakte an

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15.01.2026

Sie soll im Gesundheitssystem eine „Zeitwende der Digitalisierung“ einleiten. So zumindest pries der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach die elektronische Patientenakte (ePA) an. Sie war, neben der Krankenhausreform, eines der wichtigsten Projekte seiner Amtszeit. Seit zwei Jahrzehnten wird an einer digitalen Patientenakte gearbeitet. Vor genau einem Jahr begann für drei Modellregionen (Hamburg, Franken und in Teilen von Nordrhein-Westfalen) der praktische Einsatz. Doch Sicherheitslücken und technische Hürden sorgten für einen holprigen Auftakt.

Die Akte ist eine digitale Sammelmappe und bündelt die Krankengeschichte eines Patienten. Darunter fallen unter anderem Arztbriefe, Röntgenbilder, Diagnosen und Medikationspläne. Ärzte können somit bei neuen Patienten nachvollziehen, was bisher gemacht wurde. Laut dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Stefan Schwartze, ermöglicht die E-Akte so „eine frühzeitige Erkennung von Wechselwirkungen“, beispielsweise bei Medikamenten, und führe damit zu einer höheren Therapiesicherheit. Versicherte haben außerdem die Möglichkeit, selbstständig Dokumente in die Akte hinzuzufügen, Gesundheitsdaten einzusehen und Zugriffsmöglichkeiten für Ärzte einzuschränken oder zu erweitern. Dass Patienten dadurch........

© Südkurier