Auswandern nach Polen: Sind die Lebenshaltungskosten günstiger als in Deutschland?
Wer mit dem Gedanken spielt auszuwandern, muss viele Fragen klären: Wie sind die Jobchancen? Wie leicht findet man eine Wohnung, wie funktioniert das Gesundheitssystem – und wie teuer ist der Alltag? Gerade die Lebenshaltungskosten entscheiden oft darüber, ob der Traum vom Leben im Ausland realistisch ist.
Laut einer Auswertung des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) lebten im Jahr 2020 rund 7440 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Polen. Im Vergleich zu den dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge beliebtesten Auswanderungsländern der Deutschen wie die Schweiz (rund 330.000 Personen) und Österreich (rund 239.000 Personen) ist Polen damit eher abgeschlagen, was die Popularität zum Leben im Ausland angeht. Wobei man ergänzen muss, dass bei Eurostat für Polen keine aktuelleren Zahlen als von 2020 vorliegen und diese zudem nur geschätzt und vorläufig waren. Heutzutage könnte die Zahl der deutschen Auswanderer in Polen höher oder niedriger liegen.
Aktuellere Daten der Wanderungsstatistik von Destatis zeigen, dass im Jahr 2025 4942 Deutsche nach Polen ausgewandert sind, während 1720 Deutsche wieder aus Polen nach Deutschland zurückgekehrt sind. Was müssen angehende Auswanderer also beim Zielland Polen beachten, etwa was Einreise und Arbeiten im Ausland betrifft? Und wie sieht es bei den Lebenshaltungskosten in unserem Nachbarland aus – kann es in diesem Punkt bei Auswanderern punkten?
Auswandern: Ist das Leben in Polen günstiger als in Deutschland?
Wer sich für die Lebenshaltungskosten in anderen europäischen Ländern interessiert, wird ebenfalls bei Auswertungen der Statistikämter fündig. Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben lag laut Destatis im Jahr 2025 in Deutschland um 8,3 Prozent oberhalb des Durchschnitts (100 Prozent) der 27 EU-Mitgliedstaaten.
Was zählt zu den privaten Konsumausgaben?
Dem Bundesamt zufolge gehören zu den privaten Konsumausgaben die Ausgaben für Lebensmittel,........
