Eine Katastrophe für die Artenvielfalt: Lupinen bedrohen die Wiesen in der Rhön
Für den Betrachter sehen die blau blühenden Lupinen in der Hochrhön ganz toll aus. Doch sie passen so überhaupt nicht in die heimische Natur. Im Gegenteil: sie sind eine große Gefahr für die biologische Vielfalt und gefährden wertvolle heimische Pflanzen.
„Die Lupinen sind eine große Katastrophe, sie stellen die größte Gefahr für die wertvollen Bergwiesen in der Hochrhön und für die dort lebenden Bodenbrüter dar.“ In dieser Einschätzung sind sich Elmar Herget, Sachgebietsleiter Naturschutz im Biosphärenreservat hessische Rhön und sein Kollege Torsten Kirchner, Gebietsbetreuer der Wildlandstiftung in der Bayerischen Rhön, einig. „Die Lupine muss bekämpft werden, damit die heimischen Pflanzen eine Überlebenschance haben“, erklären beide Experten.
Seit einem Jahr ist das Life-Projekt abgeschlossen. Ziel war die Revitalisierung der Rhöner Bergwiesen mit den wertvollen Pflanzen wie Arnika, Trollblume oder Kreuzblümchen. Auch die Verbesserung der Lebensbedingungen für die immer seltener werdenden Wiesenbrüter wie Raubwürger, Bekassine oder Wachtelkönig sollen damit erreicht werden. Gelingt die Eindämmung der Lupine nicht, dann ist die Vielfalt der Bergwiesen in Gefahr.
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