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„Einfach leben“

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04.03.2026

04. März 2026 – 15. Adar 5786

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Iraner in Deutschland

Iraner in Deutschland

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026 15:58 Uhr

In einer idealen Welt sollte die iranische Identität nur einer von vielen Aspekten der Identität meiner Person sein, zumal ich mich kulturell in Europa viel wohler fühle. Aber so ist es nicht. Auch wenn ich mehr als die Hälfte meines Lebens in Deutschland verbracht habe, wird mein Verhältnis zu mir selbst und zur Welt fast immer von dieser iranischen Identität bestimmt. Sie lässt mich nicht los.Das liegt natürlich in erster Linie an meiner psychischen Prägung, die im Iran entstanden ist. Es liegt aber auch daran, dass der Iran seit fast 50 Jahren, also seit der Revolution, ein Dauerthema ist – und das nicht nur in den Nachrichten. Immer wieder habe ich die Erfahrung gemacht: Wenn ich auf die Frage »Woher kommst du?« mit »Aus dem Iran« antworte, entsteht bei meinem Gegenüber eine gewisse Unsicherheit. Oft liegt sogar eine Art Mitleid in der Luft, das man aber nicht offen zeigen möchte. Dann versuche ich, die positiven Aspekte des Iranischseins hervorzuheben, um zu signalisieren, dass es ja auch nicht so schlimm sei – obwohl ich weiß, dass es eigentlich traurig ist.Und es........

© Juedische Allgemeine