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»Free Palestine« auf der Bühne

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22.02.2026

21. Februar 2026 – 4. Adar 5786

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»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

Als sich der schwere rote Vorhang im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz um kurz nach 20 Uhr sank, lagen neun Tage voller Film hinter den Besucherinnen und Besuchern. Die Preisträger standen fest – das Politdrama Gelbe Briefe des Berliner Regisseurs İlker Çatak gewann den Goldenen Bären, Sandra Hüller erhielt für ihre Hauptrolle in Rose den Silbernen Bären, der Große Preis der Jury ging an Kurtuluş von Emin Alper, der Preis der Jury an Queen at Sea von Lance Hammer, um nur einige der Ausgezeichneten zu nennen.

Auch der syrisch-palästinensische Filmemacher Abdallah Alkhatib erhielt einen Preis, den GWFF Preis für das Beste Spielfilmdebüt für Chronicles From the Siege. Seine Dankesrede nutze der Regisseur, der über der rechten Schulter eine Kufiya trug, für ein politisches Statement. Chronicles From the Siege erzählt davon, wie Menschen versuchen, eine Besatzung zu überleben.

Offener Brief zu Gaza: Berlinale-Chefin weist Zensurvorwürfe zurück

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Wenn die Welt um einen herum verrücktspielt, helfen nur Offenheit und Dialog, sagt Festivalchefin Tricia Tuttle

Als Tilo Jung an Wim Wenders scheiterte

Die 76. Berlinale hat mit Glamour, großen Gefühlen und einem wunderbaren Eröffnungsfilm begonnen. Respekt wurde großgeschrieben am ersten Tag. Nur auf der Pressekonferenz der Jury versuchte der Journalist Tilo Jung vergeblich zu polarisieren

Alkhatib warf der deutschen Regierung vor, sie sei Partner »des Völkermords im Gazastreifen«. Im Wortlaut sagte Alkhatib, dessen Dankesrede simultan übersetzt wurde: »Einige Menschen haben mir gesagt: ›Vielleicht musst du ein wenig vorsichtig sein, bevor du das sagst, was du jetzt sagen möchtest, weil du ein Flüchtling in Deutschland bist. Und es gibt........

© Juedische Allgemeine