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Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

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01.10.2026

01. Oktober 2026 – 20. Tischri 5787

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Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

Die Journalistin setzte sich für Kinder, Senioren und eine Legalisierung der Sterbehilfe in Großbritannien ein

 01.10.2026 10:06 Uhr

Die britische Fernsehjournalistin Esther Rantzen ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Bekannt wurde die Jüdin vor allem als Moderatorin der BBC-Sendung »That’s Life!«. Später machte sie sich mit der Gründung der Hilfsangebote Childline und The Silver Line einen Namen. In den letzten Jahren ihres Lebens setzte sie sich zudem mit großer Beharrlichkeit für eine Legalisierung der Sterbehilfe ein.

Rantzen wurde am 22. Juni 1940 im englischen Berkhamsted geboren. Ihre väterliche Familie stammte aus Polen. Ihr Vater Henry arbeitete als Rundfunkingenieur bei der BBC. Während des Zweiten Weltkriegs brachte er die Familie wegen der deutschen Bombenangriffe aus London heraus.

Nach ihrem Englischstudium am Somerville College in Oxford begann Rantzen ihre berufliche Laufbahn bei der BBC. Zunächst arbeitete sie beim Hörfunk, später wechselte sie zum Fernsehen und wurde Mitarbeiterin einer satirischen Sendung. 1968 gehörte sie zum Team von »Braden’s Week«. Als das Format 1972 eingestellt wurde, entstand daraus im folgenden Jahr »That’s Life!«, mit Rantzen als Hauptmoderatorin.

Schicksal von Kindern

Die erste Ausgabe von »That’s Life!« wurde im Mai 1973 ausgestrahlt. Ausgangspunkt war eine Verbrauchersendung, in der Beschwerden über schlechte Dienstleistungen oder mangelhafte Produkte aufgegriffen wurden. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Programm jedoch zu einer Mischung aus Unterhaltung, investigativem Journalismus und Kampagnen für gesellschaftliche Veränderungen.

Rantzen und ihr Team griffen zunehmend Themen auf, die weit über klassische Verbraucherfragen hinausgingen. Dazu gehörten der Schutz von Kindern, Organspenden und Sicherheitsmaßnahmen. Eine Sendung über den schwer kranken Jungen Ben Hardwick führte zu einer Kampagne für mehr Aufmerksamkeit für Organspenden. Der Junge erhielt zwar eine neue Leber, starb jedoch ein Jahr später. Auch der Einsatz für weichere Spielplatzböden und eine gesetzliche Pflicht zu Sicherheitsgurten für Kinder auf den Rücksitzen von Autos gehörte zu den Kampagnen der........

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