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Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

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23.06.2026

23. Juni 2026 – 8. Tamus 5786

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Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

Vor fünf Jahren nahm die Wiedereinführung einer jüdischen Militärseelsorge in Deutschland Gestalt an: Am 21. Juni 2021 wurde Zsolt Balla, zugleich seit 2019 Landesrabbiner von Sachsen, in Leipzig als erster Militärbundesrabbiner in das Amt eingeführt. Erstmals nach rund 100 Jahren und 76 Jahre nach dem Ende der Schoa gab es damit wieder eine jüdische Militärseelsorge in der deutschen Armee.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sprach damals von einem historischen Tag und erklärte: »Mit der Berufung von Militärrabbinern knüpfen wir an eine alte Tradition an und schlagen zugleich ein neues Kapitel auf.«

Nach fünf Jahren zieht Rabbiner Balla, das religiöse Oberhaupt der Jüdischen Militärseelsorge, eine positive Bilanz: »Wir gehören dazu, und angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen fragt die Truppe ihre Militärrabbiner auch zunehmend aktiv an: im Kasernenalltag, im Übungsgeschehen und auch für Auslandseinsätze.«

Inzwischen gibt es sieben Militärrabbiner – zehn sind angestrebt. »Wir sind auch offen für Rabbinerinnen. Doch bisher gab es noch keine Bewerbungen«, sagt Balla, selbst orthodoxer Rabbiner. Seit 2024 hat das Militärrabbinat sogar eine eigene Thora-Rolle samt Bundeswehr-Transportbox. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beteiligte sich am Schreiben der letzten hebräischen Buchstaben der Rolle.

Mindestens 300 jüdische Soldaten

In der Bundeswehr gibt es........

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