»Kiddusch mit Empanadas«
23. Juli 2026 – 9. Aw 5786
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»Kiddusch mit Empanadas«
»Kiddusch mit Empanadas«
Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat
Frau Rusowsky, Sie sind 2010 aus Chile nach Berlin gekommen. Welche Unterschiede haben Sie entdeckt?Viele Gemeinden in Südamerika wurden von europäischen Einwanderern gegründet – sie sind also wie hier aschkenasisch geprägt, etliche Rabbiner haben sogar einen deutschen Ritus dorthin gebracht. Über Generationen hinweg hat sich diese Tradition aber mit der lateinamerikanischen Kultur und sefardischen Einflüssen gemischt, und wir haben eine eigene Identität entwickelt. Unsere Gottesdienste sind stark gemeinschaftlich geprägt. Musik, auch mit Instrumenten, spielt eine große Rolle. Viele sind »Masorti«, die Familien sitzen eng beieinander, es ist sehr herzlich.
Haben Sie diese Wärme hier vermisst?Ja, aber es gab auch Dinge, die mich beeindruckt haben. Die Beteiligung von Frauen am religiösen Leben war selbstverständlicher. In meiner Synagoge in der Oranienburger Straße lesen Frauen aus der Tora und tragen Tallit.
Heute lassen auch Sie sich zur Masorti-Rabbinerin........
