„Großraumordnung“ – Das gruselige Comeback eines rechten Denkers
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Wenn sich heute die CSU-Bundestagsabgeordneten zu ihrer traditionellen Dreikönigsklausur treffen, dann wird es viel um Migration gehen. Dafür haben die Parlamentarier mit einem rechtzeitig lancierten Strategiepapier gesorgt. So wollen sie die meisten syrischen Flüchtlinge schnell zurück in ihre Heimat schicken.
Widerstand dagegen regt sich nun bei namhaften Ökonomen:
Ich finde: Wer als Syrerin oder Syrer in Deutschland Arbeit gefunden hat und sich an die Gesetze hält, soll gerne bleiben dürfen. Wem das bis heute immer noch nicht gelungen ist, sollte in der Tat in seine Heimat zurückkehren und Platz für Menschen schaffen, die unseren Schutz dringender benötigen.
Die Intervention von Donald Trump in Venezuela verhilft dem deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt zu einer unerwarteten Renaissance. Was der Vordenker des Nationalsozialismus 1939 unter dem Titel „Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte“ aufschrieb, scheint recht treffend die neue Weltordnung zu beschreiben, die sich unter Trump breitmacht:
Großmächte beanspruchen jenseits ihrer Staatsgrenzen eine Interessensphäre, in der andere Staaten bestenfalls eingeschränkte Souveränität genießen. Die Welt fährt laut Schmitt am besten, wenn sich Großmächte in ihrer jeweiligen Interessensphäre in Ruhe schalten und walten lassen.
Für die USA, so stellt es sich derzeit dar, besteht dieser Großraum aus Nord- und Südamerika, für Russland aus den Staaten der ehemaligen........
