Das leere Versprechen
Als Kind habe ich mit meiner Schwester einen Streich gespielt: Wir legten ein Portemonnaie auf den Bürgersteig, befestigten es an einem Nylonfaden und zogen es weg, sobald jemand danach griff. April, April!
Nicht viel anders verhält es sich mit „The Giving Pledge“ – dem größten Spendenversprechen der Geschichte. Vor 15 Jahren lud Warren Buffett Amerikas Superreiche zu exklusiven Dinners ein und sammelte Unterschriften: Wer mehr als die Hälfte seines Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu Lebzeiten hergeben wollte, durfte unterschreiben.
250 Unterzeichner aus 30 Ländern folgten, darunter Bill Gates, Larry Ellison und Elon Musk. „We’re talking trillions over time“, schwärmte Buffett. „You hope to establish a new norm.“
Es ist anders gekommen. Was auf dem Bürgersteig liegt und glänzt, muss noch lange nicht greifbar sein.
Als Kind habe ich mit meiner Schwester einen Streich gespielt: Wir legten ein Portemonnaie auf den Bürgersteig, befestigten es an einem Nylonfaden und zogen es weg, sobald jemand danach griff. April, April!
In den ersten fünf Jahren unterzeichneten 113 Familien das Pledge. In den folgenden fünf waren es 72, dann nur noch 43 – darunter gerade mal vier im Jahr 2024. Aaron Horvath, ein Soziologe, der das Pledge erforscht hat, nennt es heute eine „Zeitkapsel“ aus einer anderen Epoche.
250 Unterzeichner aus 30 Ländern folgten, darunter Bill Gates, Larry Ellison und Elon Musk. „We’re talking trillions over time“, schwärmte Buffett. „You hope to establish a new norm.“
Es ist anders gekommen. Was auf dem Bürgersteig liegt und glänzt, muss noch lange nicht greifbar sein.
In den ersten fünf Jahren unterzeichneten 113 Familien das Pledge. In den folgenden fünf waren es 72, dann nur noch 43 – darunter gerade mal vier im Jahr 2024. Aaron Horvath, ein Soziologe, der das Pledge erforscht hat, nennt es heute eine „Zeitkapsel“ aus einer anderen Epoche.
