Winterzeit für den Waldschutz
Waldschutz und Klimaschutz müssen Hand in Hand gehen, um künftigen Generationen ein erträgliches Leben zu ermöglichen. Doch danach sieht es derzeit nicht aus.
Weihnachtszeit und Wald gehören nach deutscher Tradition zusammen: „Von drauß’ vom Walde komm ich her; ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!“, dichtete 1862 Theodor Storm.
Eine moderne Variante der jahrhundertealten Waldromantik ist das Waldbaden. Mit allen Sinnen in den Wald einzutauchen sei gerade in der häufig hektischen Vorweihnachtszeit Balsam für Körper, Seele und Geist, werben Anbieter. Die versprochene Tiefenentspannung im weihnachtlichen Tann steht allerdings in beklemmendem Gegensatz dazu, dass der Wald selbst arg gestresst ist.
Stürme, Hitze, Trockenheit und die massenhafte Vermehrung von Schädlingen infolge des Klimawandels setzen dem Wald zu – mit alarmierenden Folgen für die Klimaziele. Aufgrund der widrigen Umstände, die das Wachstum der Bäume schwächen und zu einer Zunahme von Totholz führen, speichert der Wald mittlerweile weniger Kohlenstoff, als er abgibt.
Der Wald verringert also die schädliche Klimawirkung der menschengemachten Treibhausgasemissionen gegenwärtig nicht mehr. Im Gegenteil: Er ist selbst zur Quelle von Treibhausgasemissionen geworden. Damit droht der Fahrplan........
