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Warum Europa im Iran jetzt handeln muss

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01.03.2026

Es erinnerte ein wenig an den Tod von Osama bin Laden im Jahr 2011. Damals gingen in den USA Tausende Menschen auf die Straße, um das Ende des Al-Qaida-Chefs zu feiern. Diesmal jubelten weltweit Exil-Iraner, darunter einige hundert auf dem Stephansplatz in Wien, über den Tod von Ayatollah Khamenei. Ob man den Tod eines Menschen bejubeln darf, ist eine philosophische Frage. Die prosaische Frage lautet: Was passiert jetzt im Iran?

Der Tod des obersten Revolutionsführers markiert nicht nur das Ende einer Ära, es ist auch der Beginn einer gefährlichen Phase der Ungewissheit. Während ein provisorischer Expertenrat im Iran versucht, Stabilität vorzugaukeln, brennt es hinter den Kulissen lichterloh. Die Statik des Nahen Ostens zerbricht gerade irreversibel. 

Khamenei war ein tragender Stein in einem Fundament, das aus ideologischem Fanatismus und der brutalen Macht der Revolutionsgarden errichtet wurde. Mit seinem Tod bricht dieses Fundament zusammen. Doch ein zerfallendes Regime ist........

© Die Presse