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Die Epstein-Akten: Renaissance der „jüdischen Weltverschwörung“

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28.02.2026

(SEO: Jeffrey Epstein Antisemitismus Debatte)

Kaum ein Thema dominiert die Medienlandschaft gerade so sehr wie die Epstein-Akten. Wenig verwunderlich: Die Abgründe, die sich dort offenbaren, und die Verwicklungen einer globalen Elite von Medienmogulen, Königshäusern und Regierungsoberhäuptern in dieses perverse Netzwerk sind ungeheuerlich.

Die seriösen Medien widmen sich der Aufdeckung und Analyse dieser Verstrickungen. Aber dann gibt es da auch noch Social Media. Und dort wird es ganz, ganz finster. Denn die eigentlichen Inhalte der Akten sind da oft nur eine Randnotiz. Es ist eklig, es ist pervers, es betraf Kinder und Jugendliche – aber das ist für viele nicht das wichtigste Faktum. Das Wichtigste in einer Welt, die seit zweieinhalb Jahren auf allen Kanälen mit schlimmsten, antisemitischen Ressentiments und Verschwörungstheorien bombardiert wird, ist für die meisten dort der schlichte Umstand: Jeffrey Epstein war Jude.

Die klassische Ritualmordlegende

Dass Juden gern Kinder ermorden, ist neben dem Brunnenvergiften und der heimlichen Weltherrschaft eines der klassischen antisemitischen Ressentiments. Den „Kindermörder Israel“ beschwört man schon regelmäßig bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Land Israel und seinen Angreifern herauf, aber nun geht alles noch einen Schritt weiter.

Denn: Je ungeheuerlicher ein Vorwurf ist, desto eher sind die Leute bereit, ihn zu glauben. Was Epstein getan hat, geht offenbar vielen noch nicht weit genug. Kindesmissbrauch? Ritualmord muss es sein, mit anschließendem Verzehr der Opfer! Der Jude hat Kinder ermordet. Und gegessen. Zusammen mit seinen anderen, allesamt jüdischen Freunden. Und überhaupt. Das machen die Juden ja schon immer. Mit denen stimmt doch was nicht.

Ein Fest für die antisemitische Querfront

Man merkt den Judenhassern – von rechts, links und aus der Ummah – ihre geradezu orgiastische Freude darüber an, dass der Kopf eines der schlimmsten Verbrechernetzwerke unserer Gegenwart ausgerechnet jüdischer Herkunft war. Da werden sich Pegida-Peter, Marxisten-Marie und Ditib-Demir plötzlich einig, obwohl sie sich sonst spinnefeind sind.

Niemand käme auf die Idee, etwas von einer evangelischen Weltverschwörung zu faseln, wäre Epstein........

© Die Kolumnisten