Selenskyj in Berlin: Nach Orbáns Abwahl geht es um 90 Milliarden Euro – Merz soll liefern
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Dienstag überraschend zu einem Kurzbesuch in Berlin eingetroffen. Im Kanzleramt trifft er Bundeskanzler Friedrich Merz und bringt ein zentrales Anliegen mit: Die Ukraine will endlich Zugriff auf den seit Monaten blockierten EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro.
Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen bis zuletzt geheim gehalten. Selenskyj landete am späten Vormittag in der Hauptstadt, begleitet von mehreren Ministern. Erstmals seit vielen Jahren, genauer gesagt seit 2004, finden nämlich auch deutsch-ukrainische Regierungskonsultationen statt. Der Verteidigungsminister Boris Pistorius trifft beispielsweise seinen Amtskollegen Mychajlo Fedorow. Selenskyj selbst ist das sechste Mal seit Kriegsbeginn an der Spree. Viel Zeit bleibt für den ukrainischen Staatschef an diesem Dienstag aber nicht: Nur rund zwei Stunden sind für Gespräche und eine gemeinsame Pressekonferenz angesetzt.
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Im Mittelpunkt steht ein Thema, das für die Ukraine existenziell ist: die Freigabe der EU-Milliarden. Rund 60 Milliarden Euro davon sollen direkt in die Streitkräfte fließen, um die Kampffähigkeit in den Jahren 2026 und 2027 zu sichern.
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