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Die Müllhalde: Am Moritzplatz zeigt sich Berlin von seiner hässlichsten Seite

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17.03.2026

Kaffeebecher, Pizzakartons, eine halbe Dönerbox und irgendwo dazwischen ein Fahrradreifen, der schon bessere Tage gesehen hat. Es ist früher Nachmittag am Moritzplatz, doch der Hotspot wirkt, als hätte hier gerade eine besonders ausgelassene Party stattgefunden – nur ohne Gäste, Musik oder gute Laune. Wer hier unterwegs ist, merkt schnell: Der Moritzplatz in Kreuzberg ist mehr als ein belebter Verkehrsknoten mit U-Bahn-Anschluss. Er ist auch eine Art Freiluftausstellung der Berliner Wegwerfkultur.

Eigentlich hat die Gegend rund um den Moritzplatz vieles, was Berliner Kieze so lebenswert macht: Die berühmte Oranienstraße zieht sich quer durch den Stadtteil, ein Band aus Bars, kleinen Restaurants und Geschäften, in dem zu fast jeder Tageszeit etwas los ist. Nur ein paar Gehminuten weiter glitzert der Landwehrkanal am Paul-Linke-Ufer, wo Schwäne gemächlich über das Wasser gleiten, als ginge sie das alles nichts an. Wer vom Moritzplatz aus dorthin spaziert, sollte allerdings besser nicht nach unten schauen, sondern einfach in den Himmel. Das macht die Aussicht deutlich schöner. Der Moritzplatz selbst........

© Berliner Zeitung