Anpfiff zur Unabhängigkeit von den USA
Europa muss sich politisch, militärisch und wirtschaftlich stärker von den USA unabhängig machen.
Die EU fördert eigene Technologien wie KI, Satellitennavigation und den Digitalen Euro, bleibt aber oft hinter den USA zurück.
Eine gemeinsame EU-Armee und engere Kooperation werden diskutiert, stoßen aber auf politische Hürden und nationale Vorbehalte.
BIP der USA: 27 Billionen Euro, BIP der EU: 19 Billionen Euro
Drei Viertel der EU-Bürger:innen wollen mehr Eigenständigkeit von den USA
EU-Armee hätte rund 1,3 Mio. aktive Soldat:innen
Europa muss sich politisch, militärisch und wirtschaftlich stärker von den USA unabhängig machen.
Die EU fördert eigene Technologien wie KI, Satellitennavigation und den Digitalen Euro, bleibt aber oft hinter den USA zurück.
Eine gemeinsame EU-Armee und engere Kooperation werden diskutiert, stoßen aber auf politische Hürden und nationale Vorbehalte.
BIP der USA: 27 Billionen Euro, BIP der EU: 19 Billionen Euro
Drei Viertel der EU-Bürger:innen wollen mehr Eigenständigkeit von den USA
EU-Armee hätte rund 1,3 Mio. aktive Soldat:innen
„Die Welt zu Gast bei Freunden“ lautete das Motto der Männer-Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. 20 Jahre später würden das bei den USA, einem der Gastgeberländer der laufenden WM, wohl nicht alle Gäste unterschreiben. Und auch das diesjährige Motto „Football unites the World“ gilt für WM-Teilnehmer wie den Iran sicher nicht. Aber selbst zwischen den USA und Europa kriselt es gewaltig.
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Ich bin fast versucht, Parallelen zum 4. Juli 1776 zu ziehen. Damals, vor genau 250 Jahren, schlug die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika, die sich mit der Unabhängigkeitserklärung von den europäischen Kolonialmächten emanzipierten. Heute allerdings ist es genau umgekehrt: Die Alte Welt muss sich von der Neuen Welt emanzipieren. Denn mittlerweile gilt selbst China als vertrauenswürdiger als die USA unter Präsident Donald Trump, die in einer entsprechenden Umfrage nur noch knapp vor Russland landeten. Drei Viertel der EU-Bürger:innen sind deshalb der Ansicht, Europa solle seinen eigenen Weg gehen.
Gemeinsame Verteidigung
Lange galten die USA als Schutzmacht Europas innerhalb der NATO. Inzwischen gilt nicht einmal mehr als gesichert, dass sie der EU zu Hilfe kämen, wenn ein Mitgliedsland direkt angegriffen würde. Trump bezeichnet das transatlantische Bündnis als „Papiertiger“, stellt einen Austritt der USA in den Raum und bedroht sogar Europas territoriale Integrität (siehe Grönland). Der finnische EU-Abgeordnete und ehemalige Generalmajor Pekka Toveri sieht deshalb nicht nur Russland als Gefahr, sondern auch die USA: „Wir sind in einer Ära, in der die Starken tun, was sie wollen. Aber als einer der letzten Orte der Welt mit echter Demokratie haben wir etwas, das es zu verteidigen lohnt.“
In dieser Gemengelage sucht die EU neue Partner, zum Beispiel Kanada, kooperiert trotz Brexit mit Großbritannien und forciert mit einem milliardenschweren Programm die gemeinsame und einheitliche Beschaffung von Rüstungsgütern in Europa, wo derzeit 150........
