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Der Trump-Flüsterer: Wie Mark Rutte die Nato zusammenhalten will

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06.07.2026

Mark Rutte, das muss man ihm lassen, gab noch einmal alles, als er vor zwei Wochen zu Gast im Weißen Haus war. Der Nato-Generalsekretär wollte kurz vor dem großen Gipfeltreffen in Ankara die Spannungen zwischen den Amerikanern und Europäern entschärfen. Rutte tat das auf seine inzwischen bekannte Art: Er umschmeichelte und umgarnte Donald Trump auf eine Weise, die an Selbstverleugnung grenzt – und Beobachter polarisiert. Ist Rutte schlichtweg zum Fremdschämen? Oder ist er „der richtige Mann zur richtigen Stunde“, wie sich zahlreiche Diplomaten in der Allianz einig sind?

Der Bündnis-Chef hatte für seinen Besuch in Washington neben vielen warmen Worten sogar Schaubilder mitgebracht, anhand derer er den eitlen US-Präsidenten lobte. „Der Trump-Effekt“ stand auf einem Board unter einem Balkendiagramm, mit dem Rutte veranschaulichen wollte, dass die Alliierten ihre Verteidigungsausgaben allein wegen des Republikaners deutlich gesteigert hätten. Allzu beeindruckt schien Trump zwar nicht zu sein, aber zumindest für kurze Zeit besänftigt. Rutte, der Pragmatiker, hatte damit einmal wieder seinen Job erledigt, der vor allem darin besteht, den US-Präsidenten bei Laune und die Amerikaner in der Nato zu halten. Dass er........

© Südkurier