„Schlechtestes Pilzjahr, das ich je erlebt habe“: Sammler wünschen sich eine Woche Dauerregen
Für Albert Ross, staatlich anerkannter Pilzexperte aus Bonndorf, steht fest: „2026 ist das schlechteste Pilzjahr, das ich je erlebt habe. Und ich sammle Pilze schon seit mehr als 50 Jahren.“ Ross‘ Befund deckt sich mit denen weitere Pilzfreunde aus der Region Hochrhein/Südschwarzwald. Vincenzo Tufaro aus Bad Säckingen etwa sagt: „So miserabel wie dieses Jahr war es nicht einmal 2003.“ Es gebe aktuell keine Pilze im Wald, sagt der aus Italien stammende Sammler.
Boden bis zu 40 Zentimeter tief ausgetrocknet
Normalerweise geht er im Hotzenwald, rund um Bernau und im Wiesental „in die Pilze“. Aber dieses Jahr sei die Ausbeute gleich null. Die Körbchen bleiben leer. „So trocken wie jetzt habe ich Deutschland noch nie erlebt, ich komme mir gerade vor wie in Süditalien“, sagt er. Der Waldboden seit der seit Juni anhaltenden Dürre wegen bis zu 40 Zentimeter tief ausgetrocknet, berichtet Tufaro. Zur Fruktifizierung, also zur Bildung von Fruchtkörpern an der Oberfläche, brauchen Pilze Feuchtigkeit und kühle Nächte. Zwar ist die Zeit der Tropennächte vorbei. Aber an Feuchtigkeit fehlt es eben nach wie vor. Daran haben auch kurze Gewitterregen und selbst die doch starken Niederschläge am Freitag, 28. August, nichts grundlegend........
