Wenn Juden- und Israelfeindlichkeit Extremisten aller Couleur vereint
01. Juli 2026 – 16. Tamus 5786
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Wenn Juden- und Israelfeindlichkeit Extremisten aller Couleur vereint
Der Verfassungsschutzbericht 2025 verdeutlicht einmal mehr: Antisemitismus und Antizionismus sind der Bindekitt zwischen ansonsten inkompatiblen extremistischen Strömungen
Der Jahresbericht des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) ähnelt in vielen Passagen oft dem des Vorjahres. Schließlich verändert sich die Bedrohung durch Extremisten im Inland nur selten schlagartig, sondern eher schrittweise. Doch beim Thema Antisemitismus war dies anders: Seit dem 7. Oktober 2023 nehmen die verschiedenen Facetten des Judenhasses einen breiteren Raum ein als je zuvor.
Eine (rein quantitative) Stichprobe in den letzten fünf Jahresberichten unterstreicht dies. Tauchten die Begriffe »Israel/israelisch«, »Antisemitismus/antisemitisch« und »Juden/jüdisch« 2021 und 2022 rund 200 Mal auf, wurden sie im Bericht für 2023 insgesamt 689 Mal, im darauffolgenden Jahr 389 Mal und im neuen Rapport der Verfassungsschützer für das Berichtsjahr 2025 450 Mal genannt. Dem Thema wird also deutlich mehr Platz eingeräumt.
Und das wohl auch deswegen, weil Antisemitismus und Israelhass eine »Brückenfunktion« einnehmen. Das BfV konstatiert, dass sich extremistische Bewegungen aus den unterschiedlichsten Lagern nach dem 7. Oktober miteinander solidarisiert hätten. Israelfeindschaft und Antisemitismus böten »ideologische Schnittmengen und Verbindungen zwischen unterschiedlichen und an sich unvereinbaren extremistischen Einstellungen«.
So hätten säkulare antiisraelische Extremisten eine Scharnierfunktion inne zwischen deutschen und türkischen Linksextremisten, türkischen Rechtsextremisten und der islamistischen Szene. Die Agitation beruhe zwar nicht auf einer islamistischen Ideologie, trage jedoch zur Legitimierung des Terrorismus der Hamas bei, betont der Bericht. Nach wie vor werde für »propalästinensische« Demos mobilisiert. Die humanitäre Situation der Zivilbevölkerung im Gazastreifen werde »ausgenutzt, um eigene Narrative zu bedienen und die Entwicklungen in Nahost ideologisch umzudeuten«, so der Bericht.
Agitation gegen angebliche Zensur
Die Agitation richte sich nicht nur gegen Israels Vorgehen, sondern auch gegen das Handeln der Bundesregierung und gegen........
