Wie es mit Marla Svenja Liebich weitergehen könnte
18. Mai 2026 – 2. Siwan 5786
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Wie es mit Marla Svenja Liebich weitergehen könnte
Nach monatelanger Fahndung wurde die Rechtsextremistin gefasst. Seit einigen Wochen sitzt sie in Tschechien in Haft. Ein Gericht dort will nun über eine Auslieferung entscheiden
18.05.2026 09:42 Uhr
Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich sitzt seit Anfang April in tschechischer Haft. Eigentlich muss sie aber in Deutschland eine Strafe verbüßen, floh jedoch vor Haftantritt und konnte erst einige Monate später festgenommen werden. Nun soll das Landgericht im tschechischen Pilsen darüber entscheiden, ob Liebich nach Deutschland ausgeliefert werden soll. Wie es dann für die Rechtsextremistin aus Sachsen-Anhalt weitergehen könnte.
Liebich befindet sich derzeit Behördenangaben zufolge im Gefängnis von Pilsen, einer Stadt im Westen Tschechiens. Dort sitzen auch Menschen ein, die schwere Straftaten begangen haben. Für die heutige Gerichtsverhandlung (13 Uhr) wird erwartet, dass die Rechtsextremistin anwesend ist.
Nach Liebichs Festnahme am 9. April im tschechischen Schönbach bei Asch nahe der Grenze zu Deutschland war sie zunächst in Polizeigewahrsam gebracht worden. Wenig später hatte Liebich dort ihre Auslieferung abgelehnt - weshalb die Staatsanwaltschaft Halle einen Antrag auf Auslieferung stellte, über den nun das Landgericht in Pilsen entscheiden muss. Die Staatsanwaltschaft in der Saalestadt im Süden Sachsen-Anhalts ist derzeit auf deutscher Seite für den Fall zuständig.
Keine größeren Probleme erwartet
Der hallesche Oberstaatsanwalt Dennis Cernota hatte erklärt, dass das Landgericht Pilsen unter anderem prüfen wird, ob Polizei und Staatsanwaltschaft in den vergangenen Monaten richtig agiert haben. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass es in diesem Prozess zu größeren Problemen kommt, so Cernotas Einschätzung. »Das ist ein geübtes System zwischen europäischen Ländern. Das klappt in der Regel recht........
