Generalstreik: Palästinenser protestieren gegen israelisches Todesstrafe-Gesetz
01. April 2026 – 14. Nissan 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Generalstreik: Palästinenser protestieren gegen israelisches Todesstrafe-Gesetz
Ein Generalstreik legt das Westjordanland und Ost-Jerusalem lahm. Palästinenser protestieren gegen das neue israelische Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen
01.04.2026 12:59 Uhr
Ein Generalstreik hat große Teile des öffentlichen Lebens im Westjordanland und in Ost-Jerusalem lahmgelegt. Der Protest richtet sich gegen ein neues Gesetz in Israel, mit dem die Todesstrafe für Terroristen eingeführt wird, die Israelis ermorden.
Die Fatah-Organisation des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas rief zu dem Streik auf. Nach Angaben von Augenzeugen wurde er umfassend befolgt. Die Organisatoren riefen dazu auf, Zusammenstöße mit israelischen Soldaten an Kontrollpunkten zu vermeiden.
Derweil galt in von Abbas’ Autonomiebehörde kontrollierten Gebieten bis zum Jahr 2002 ebenfalls die Todesstrafe. Die Terrororganisation Hamas, die Gaza weiterhin kontrolliert, exekutiert weiterhin viele Palästinenser, denen sie oft Spionage für Israel vorwirft.
Nein, und nochmals nein!
Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir sagt, das Gesetz zur Todesstrafe werde dem Volk Israel »den Stolz zurückbringen«. Dabei steht es im Widerspruch zu fundamentalen Werten des Judentums
Reaktionen auf das Gesetz zur Todesstrafe
Rechte israelische Politiker feiern und die USA respektieren die Entscheidung. Scharfe Kritik kommt von Teilen der Opposition in Jerusalem und aus Europa
Todesstrafe für Terroristen: Knesset stimmt zu
Teile der Opposition rechnen damit, dass Israels höchstes Gericht das Gesetz kippen wird
Das israelische Parlament hatte das Todesstrafe-Gesetz am Montag mit knapper Mehrheit gebilligt. Es sieht vor, dass bei terroristisch motiviertem Mord mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel die Todesstrafe oder lebenslange Haft verhängt werden kann. Vor israelischen Militärgerichten in den palästinensischen Gebieten ist die Todesstrafe in solchen Fällen sogar zwingend.
Das Gesetz muss nun vom obersten Gericht in Israel überprüft werden. International fiel die Reaktion weitgehend kritisch aus. dpa/ja
Opposition stellt Netanjahus Kriegsbilanz infrage
Der Ministerpräsident sei »nicht in der Lage, eine strategische Lösung zu erreichen«, sagt Oppositionsführer Jair Lapid
11-jähriges Mädchen bei iranischem Streubombenangriff schwer verletzt
Die Lage im Überblick
Hauptsache, Israel steht am Pranger!
Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick
von Wolf J. Reuter 01.04.2026
Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist die Chance für den Nahen und Mittleren Osten
Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses
von Roderich Kiesewetter 31.03.2026
Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus
Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«
Gerüchte über Netanjahus Tod werden unbelegt verbreitet
Im Iran-Krieg wird immer wieder behauptet, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sei tot. Aktuelle Videos von ihm sollen KI-generiert sein. Doch dafür gibt es keinen Beleg
Ist das wirklich nicht unser Krieg?
Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa
von Roman Haller 31.03.2026
Präsident Herzog reagiert auf Brandbrief zu Siedlergewalt
Mehr als 1000 Repräsentanten der internationalen jüdischen Gemeinschaft hatten sich an Israels Staatsoberhaupt mit der Bitte gewandt, dass er etwas gegen die Gewalt extremistischer Siedler im Westjordanland unternehme
Nein, und nochmals nein!
Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir sagt, das Gesetz zur Todesstrafe werde dem Volk Israel »den Stolz zurückbringen«. Dabei steht es im Widerspruch zu fundamentalen Werten des Judentums
von Esther Schapira 31.03.2026
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
