Kleine Auszeit
09. Juli 2026 – 24. Tamus 5786
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Die Koffer sind gepackt, gut gelaunt fahren die Kinder ins Ferienlager. Doch auch die Eltern haben Pläne, wollen renovieren, verreisen oder finden ein neues Hobby. Wir haben uns umgehört
Der Gedanke, dass seine vier Kinder auf den Machanot eine unvergessliche Zeit erleben werden, freut ihn sehr. »Juhu«, sagt Boris Schulmann lachend. Gleichzeitig werden seine Frau Nicole und er die seltene Gelegenheit nutzen, wieder einmal Zeit zu zweit zu verbringen. »Wir freuen uns riesig für unsere Kinder – und natürlich auch darüber, dass wir als Paar ein paar Tage für uns haben. Diese Zeit nutzen wir ganz bewusst.«
Als die Kinder noch klein waren, seien solche Momente besonders kostbar gewesen. »Jede Familie kennt das: Der Alltag mit kleinen Kindern ist wunderschön, aber auch intensiv. Umso mehr weiß man es zu schätzen, wenn man zwischendurch einmal Kraft tanken und gemeinsam Zeit genießen kann.« Es sei ein bisschen wie damals, als die Kinder endlich durchschliefen und man als Eltern zum ersten Mal wieder ausschlafen konnte.
Seit sechs Jahren fahren seine drei Töchter und sein Sohn gleichzeitig auf Machane. »Für unsere Kinder sind die Ferienlager jedes Jahr ein absolutes Highlight und etwas unglaublich Wertvolles«, sagt der 48-Jährige. Dort schließen sie Freundschaften fürs Leben, sammeln unvergessliche Erlebnisse und kommen jedes Mal mit leuchtenden Augen und vielen Geschichten zurück. Durch die Machanot haben sie inzwischen Freunde in fast jeder Stadt Deutschlands.
Nicole ist mit den Machanot groß geworden
Boris Schulman, der in Berlin aufwuchs und später nach Frankfurt zog, war selbst nie auf einem Machane. Stattdessen spielte er lieber Fußball oder verbrachte seine Freizeit mit Freunden im Schwimmbad. Seine Frau Nicole hingegen ist mit den Machanot groß geworden – zunächst als Chanicha, später als Madricha und schließlich als Rosch. Diese Zeit liegt zwar schon viele Jahre zurück, doch die Verbundenheit ist bis heute geblieben.
Die Tage ohne Kinder nutzen Boris und Nicole Schulman gern für eine kleine Auszeit. »Dann buchen wir auch mal ein Hotel nur für Erwachsene«, erzählt er schmunzelnd. »Ich habe bei der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden sogar schon einmal vorsichtig nachgefragt, ob die Kinder nicht vielleicht zweimal in den Sommerferien auf Machanot fahren dürfen«, sagt er lachend. »Aber natürlich freuen wir uns genauso darauf, anschließend wieder gemeinsam als Familie in den Urlaub zu fahren.«
Auf den mag auch Sabina Morein aus Stuttgart nicht verzichten: Dieses Jahr haben sie und ihre beiden Kinder sich für eine Kreuzfahrt entschieden. Aber vorher geht es noch auf Machane, und auch für Sabina heißt das: freie Zeit. »Für mich hat sich eine ganz neue Welt geöffnet«, sagt sie. Und das kam so. Ein Freund hat sie........
