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Die Bilanz des Iran-Kriegs ist verheerend

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01.04.2026

Pete Hegseth bemüht neuerdings auch Jesus Christus, um die militärische Gewalt im Iran zu legitimieren. Im Pentagon sprach der amerikanische Kriegsminister ein österliches Gebet. Er bat darum, dass die amerikanischen Truppen „überwältigende Gewalt gegen jene anwenden, die keine Gnade verdienen“. Den militärischen Erfolg deutete er als Ausdruck göttlichen Willens.

Das alles klingt skurril. Religiöse Anleihen allerdings sind für amerikanische Kriegsrhetorik nicht unüblich. Nur, dass Krieg als Kampf gegen das „Böse“ religiös aufzuladen, den „Allmächtigen“ für politische beziehungsweise militärische Zwecke zu missbrauchen, nicht unbedingt ein Zeichen der Stärke ist, sondern eher noch Ausdruck der Verzweiflung.

Ohnehin geht es Hegseths Vorgesetztem, der nicht eben für seine Bibelfestigkeit bekannt ist, um Profaneres. Er wolle sich im Iran das „Öl nehmen“, sagte Donald Trump im Interview mit der „Financial Times“. So, als sei es das Selbstverständlichste der Welt.

Wer die Macht besitzt, kann damit anstellen, was er will – das ist das Weltbild des sogenannten Anführers der freien Welt. Oder im O-Ton Trumps: „Das Einzige, was mich aufhalten kann, ist meine eigene Moral.“ Wie es allerdings um seine Moral steht, stellt der Präsident seit Beginn seiner zweiten Amtszeit fast täglich unter Beweis.

Pete Hegseth bemüht neuerdings auch Jesus Christus, um die militärische Gewalt im Iran zu legitimieren. Im Pentagon sprach der amerikanische Kriegsminister ein österliches Gebet. Er bat darum, dass die amerikanischen Truppen „überwältigende Gewalt gegen jene anwenden, die keine Gnade verdienen“. Den militärischen Erfolg deutete er als Ausdruck göttlichen Willens.

Das alles klingt skurril. Religiöse Anleihen allerdings sind für amerikanische Kriegsrhetorik nicht unüblich. Nur, dass Krieg als Kampf gegen das „Böse“ religiös aufzuladen, den „Allmächtigen“ für politische beziehungsweise militärische Zwecke zu missbrauchen, nicht unbedingt ein Zeichen der Stärke ist, sondern eher noch Ausdruck der Verzweiflung.

Ohnehin geht es Hegseths Vorgesetztem, der nicht eben für seine Bibelfestigkeit bekannt ist, um Profaneres. Er wolle sich im Iran das „Öl nehmen“, sagte Donald Trump im Interview mit der „Financial Times“. So, als sei es das Selbstverständlichste der Welt.

Wer die Macht besitzt, kann damit anstellen, was er will – das ist das Weltbild des sogenannten Anführers der freien Welt. Oder im O-Ton Trumps: „Das Einzige, was mich aufhalten kann, ist meine eigene Moral.“ Wie es allerdings um seine Moral steht, stellt der Präsident seit Beginn seiner zweiten Amtszeit fast täglich unter Beweis.


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