Konsens kostet
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Konsens als höchste Tugend gilt – in der Familie und in Unternehmen. Der berühmte „Buy-in“ sorgt durch Anteilnahme für Akzeptanz, erhöht die Umsetzungsgeschwindigkeit und bringt bessere Ergebnisse. So weit die Theorie.
Die Praxis sieht anders aus. Jeder, der schon mal versucht hat, sich mit der Familie auf einen Film bei Netflix zu einigen, weiß: Die Entscheidung dauert länger als der Film. Am Ende ist der kleinste gemeinsame Nenner gefunden und alle sind unzufrieden.
Einigkeit wird mit Stärke verwechselt. Tatsächlich erzeugt sie eher Mittelmaß. Konsens klingt zivilisiert und zeitgemäß. Ein kostspieliger Denkfehler – er kostet Millionen und kann Unternehmen sogar in den Ruin treiben.
Nokia ist ein trauriges Beispiel dafür. Interne Berichte zeigen, dass Führungskräfte die technologische Überlegenheit des iPhones schon früh erkannten. Doch aus Angst vor internen Konflikten wurde gezögert. Mangelnde Entschiedenheit war der Anfang vom Ende eines Weltmarktführers.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Konsens als höchste Tugend gilt – in der Familie und in Unternehmen. Der berühmte „Buy-in“ sorgt durch Anteilnahme für Akzeptanz, erhöht die Umsetzungsgeschwindigkeit und bringt bessere Ergebnisse. So weit die Theorie.
Konsenskultur führt zu einer........
