Eigentum schützen
Wohnung gesucht : Eigentum schützen
In Städten mangelt es oft an Wohnraum. Doch Wohnungen zu verstaatlichen oder ältere Menschen aus großen Wohnungen zu vertreiben, ist keine Lösung.
Der Platz in den Städten ist eng. Aber der Mangel an Wohnraum trifft nicht jeden gleichermaßen. Wer seit Längerem eine Wohnung mietet, zahlt meist deutlich weniger, als für eine Neuvermietung fällig ist. Wer eine Wohnung vermieten oder verkaufen will, hat vermutlich wenig dagegen, dass die Immobilienpreise wieder zulegen. Wer im Eigentum wohnt, sorgt sich auch kaum noch über steigende Kaufpreise.
Doch wer umzieht, sich vergrößern will oder eine Immobilie zu kaufen beabsichtigt, muss sich schon eher umsehen – und stellt sich in urbanen Regionen mit seinem Wunsch erst einmal an einer langen Schlange von Interessierten an. Gerade Personen mit geringem Einkommen sind davon betroffen. Sie und vor allem jüngere Menschen spüren die Schwierigkeiten des mangelnden Neubaus in zentralen Lagen.
Doch der falsche Ansatz ist es, mit Unverständnis auf diejenigen zu blicken, die Wohnungen haben. In Berlin liebäugeln manche mit der Verstaatlichung privater Wohnungsbestände. In einer Umfrage gab ein Drittel der Befragten sogar an, dass ältere Menschen aus großen Wohnungen ausziehen sollen, um Platz für Familien zu schaffen.
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Doch das ist für ältere Menschen in der Regel das gewohnte Umfeld. Wer in einer großen Wohnung lebt oder diese vermietet, hat darüber selbst zu entscheiden. Um Wohnraum für Familien, Auszubildende und andere zu schaffen, sind andere Wege und Anreize geeignet. So sollten Gemeinden mehr Bauland ausweisen und Aufstockungen ermöglichen. Eigentum bleibt Eigentum.
Jan HauserRedakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für Immobilien.
Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für Immobilien.
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