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Islamismus in Deutschland: Wer wegschaut, macht sich mitschuldig

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28.07.2026

Wie genau es dem mutmaßlichen Attentäter Abdul Ballout am Samstag gelang, sein Verbrechen zu verüben, bleibt auch zwei Tage danach in vielen Punkten unklar.

Doch das Muster ist deutlich erkennbar: Islamisten greifen ihre Ziele nicht zufällig an. Sie wählen Orte, an denen Menschen ihre Freiheit öffentlich leben.

In diesem Fall waren es die Freiheit, zu lieben, wen man will, und auch die Freiheit, die eigene Identität nicht zu verstecken. Islamisten tragen den Terror an Orte, an denen sichtbar wird, was ihre Ideologie verbietet.

Sebastian Leber ist Reporter und Kolumnist beim Tagesspiegel. Er sagt: Pauschales Misstrauen macht friedliche Muslime zu Verdächtigen und möglichen Zielen von Vergeltung.

Ich habe am Samstag mitdemonstriert auf der Straße des 17. Juni. Ich wollte Solidarität zeigen mit einer großen Bevölkerungsgruppe, die von Rechtsextremisten und Islamisten gleichermaßen attackiert wird und deren Freiheit es zu verteidigen gilt. Es war ein warmer Sommerabend, es war ein friedliches, kraft- und auch humorvolles Fest.

Mit Islamisten verhält es sich wie mit Rechtsextremisten: Die Intoleranten haben unsere Toleranz nicht verdient. Islamismus gehört entschlossen bekämpft, mit den Mitteln des Rechtsstaats, politisch und........

© Der Tagesspiegel