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Linnemann will Kinderkrankentage kürzen: Die Zumutung, die keine ist

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25.09.2026

Sie hat wieder zugeschlagen, die Eiseskälte der Union. So ließe sich die Sache deuten. Unbarmherzig macht Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) berufstätigen Eltern das Leben noch schwerer, als es ohnehin schon ist. Künftig sollen sie mit nur noch zehn statt bisher 15 bezahlten Kinderkrankentagen auskommen. Pro Kind und Elternteil, versteht sich. Wie kann er nur. Als hätte es so etwas im Sozialstaat Bundesrepublik je gegeben.

Karin Christmann ist Leiterin des Tagesspiegel-Hauptstadtbüros. Sie kennt als Mutter von drei Kindern und ohne Großeltern vor Ort das Thema auch aus der Praxis, hält zehn bezahlte Krankentage pro Kind und Elternteil aber trotzdem für genug.

Allerdings: Genau so war das mal, und zwar jahrelang. Vor der Corona-Pandemie gab es zehn bezahlte Krankentage pro Kind und Elternteil. Niemand hat das als Zumutung empfunden. Während der Pandemie legte der Gesetzgeber die Zahl vorübergehend sogar auf 30 fest, später dann auf 15, was angesichts der absoluten Ausnahmesituation zweifelsohne eine ausgezeichnete Idee war. Aber es war eben als Ausnahme gedacht.

Minister Linnemann hat recht, wenn er darauf hinweist, dass diese Ausnahme auch wieder beendet werden kann. Ein Elternpaar mit zwei........

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