DDR-Erinnerungen einfach wegradiert? Warum das SEZ für viele Ostdeutsche mehr ist als Beton
Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) liegt an diesem grauen Sonnabend wie ein riesiges Raumschiff hinter dem Bauzaun an der Landsberger Allee in Friedrichshain. Vor dem Bretterverschlag wird der Protest laut, dieses Raumschiff abreißen zu wollen.
Günter Reiss steht inmitten der Demonstranten, die gegen den Abriss des SEZ protestieren. Er ist ein großer Mann, der dagegen ist, dass das einstige Vorzeigeprojekt Ostdeutschlands einfach so weggebaggert wird.
Es sei sein Werk, sagt Reiss. „Die Struktur des Hauses ist in Ordnung“, erklärt er. Der Bau des Hauses, das 1981 eingeweiht wurde, sei sein Schlüsselwerk gewesen. Reiss ist der Architekt des SEZ, das 1981 für die Öffentlichkeit freigegeben wurde und zunächst jedes Jahr Millionen Besucher hatte.
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„Es gibt keinen Grund, das Gebäude abzureißen. Es ist völlig intakt und der Beschluss des Senats, alles abbaggern zu wollen, ist nicht nachvollziehbar“, sagt der 84-jährige Architekt, der noch immer........
