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Die gereizte Republik: Das sind die größten Wutthemen der Deutschen

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20.03.2026

Nehmen Sie das wahr? Ob in der Familie, im Freundeskreis, im Restaurant oder bei der Arbeit – die Gespräche thematisieren zunehmend, was in unserem einstigen Vorzeigeland „made in Germany“ nicht mehr funktioniert. Die Polarisierung wird größer, und wir erleben ein Herüberschwappen der öffentlichen Aggressionen, wie wir sie seit einigen Jahren in den USA beobachten.

Der gerade verstorbene Philosoph Jürgen Habermas hatte in seiner berühmten „Theorie des kommunikativen Handels“ betont, Demokratie lebe doch insbesondere vom rationalen Diskurs in der Öffentlichkeit.

Kaum noch rationaler Diskurs

Aber dieser rationale, zuhörende Diskurs verebbt, weil zu viele Dinge die Menschen am Staat zweifeln lassen. Natürlich gibt es je nach Parteienpräferenz unterschiedliche Gewichtungen, und diese fallen auch zwischen Älteren und Jüngeren sowie Frauen und Männern verschieden aus. Dennoch sind bei allen Gruppen die wichtigsten Themen: Migration, Inflation und Lebenshaltungskosten, der Wohnungsmarkt, der Klimaschutz, der Verkehr und insbesondere das Vertrauen in die Politik.

Wir alle wissen heute, dass Angela Merkels Credo „Wir schaffen das“ bei der Aufnahme von Flüchtlingen nicht eingetreten ist. Unser Land hat sich in seiner humanen Selbstvergessenheit überschätzt; wir haben vielen bedrohten Menschen tatkräftig geholfen, aber irgendwann hat es unser Land überfordert. Diese Erkenntnis ist wahrlich nicht neu.

Neue Zahlen: So viele Flüchtlinge leben in Berlin

Aber immer noch kommen viele Flüchtlinge ins Land, die Abschiebungen gestalten sich schwierig. Hier könnte unsere Politik rigoros und effizient handeln wie andere europäischen Staaten auch – so Ungarn, Polen, Dänemark oder Griechenland. Aber was erleben wir? Die Koalition streitet sich über strengere oder humanitäre Lösungen. Und das Erstaunen ist groß, dass die AfD aufgrund dieser anhaltenden........

© Berliner Zeitung