Frische Luft, frisches Gemüse: Das sind Berlins schönste Wochenmärkte
Ein Vormittag auf dem Markt ist die wohl entspannteste Art, den Wocheneinkauf zu einem schönen Erlebnis zu machen und sich vom sterilen Supermarkt-Alltag abzuheben. Ob die gezielte Suche nach brandenburgischem Wild aus den Wäldern um Berlin, ofenwarmem Brot oder der Großeinkauf für das nächste Abendessen – jeder Markt hat seine ganz eigenen Vorzüge. Dass dieses Erlebnis keineswegs teurer sein muss, beweist oft schon der Blick auf die Preisschilder: Gerade bei saisonalem Obst und Gemüse unterbietet der Wochenmarkt den Supermarkt deutlich. Wer für seinen nächsten Markttag noch die schönsten Adressen der Stadt sucht, findet hier fünf Favoriten im Überblick:
1. Wochenmarkt am Winterfeldtplatz
Obwohl der Wochenmarkt in Schöneberg mit rund 250 Ständen am Samstag der größte Markt der Stadt ist, wirkt er erstaunlich entspannt und angenehm überschaubar. Mit seiner offenen Fläche und der angenehmen Atmosphäre zählt der Winterfeldtplatz zu den schönsten Treffpunkten im Kiez.Brotliebhaber sollten hierherkommen: Der Brotwagen bietet eine beeindruckende Wand aus Dinkel-, Roggen- und Sauerteiglaiben, die man schon von weitem riecht. Eine wunderbare Ergänzung sind die herzhaften fränkischen Spezialitäten, die das Angebot um typische Gerichte aus dem Süden erweitern. Was den Marktbesuch hier aber so richtig reizvoll macht, ist der Rahmen aus zahlreichen Cafés, die den Platz umschließen.
Wochenmarkt am Winterfeldtplatz. Winterfeldtplatz, Schöneberg. Mi 8–14 Uhr, Sa 8–16 Uhr.
2. Wochenmarkt am Arkonaplatz
Wer das typische Gedränge vermeiden möchte, findet am Arkonaplatz in Mitte eine perfekte Alternative. Der Wochenmarkt ist im Vergleich angenehm klein geblieben, was den Einkauf deutlich entspannter macht. Unter einem dichten Dach aus alten Bäumen entsteht hier ein fast dörfliches Gefühl, trotz der Lage mitten in der Stadt.
Die Auswahl von über 70 erlesenen Käsesorten macht den Markt zu einer festen Anlaufstelle für Kenner. Dazu gibt es frisches Brot aus Holzöfen und gegrillten Fisch direkt vor Ort. Besonders gut sind die handgemachten Nudeln und die frischen Waffeln, die hier jeden Freitag zubereitet werden.
Wochenmarkt am Arkonaplatz. Arkonaplatz, Mitte. Fr 12–19 Uhr.
Auf dem Schillermarkt im Schillerkiez in Neukölln setzt man auf eine feine Auswahl regionaler Produkte statt auf Masse. Da sich die Stände in ihrem Angebot kaum überschneiden, kann man ohne großes Vergleichen zugreifen. Das Sortiment ist handverlesen und reicht von Berliner Honig bis zu frischem Saisongemüse, während Fleisch und Käse direkt aus dem Brandenburger Umland kommen.
Schillermarkt. Herrfurthplatz, Neukölln. Sa 9–16 Uhr.
4. Wochenmarkt am Maybachufer
Das Maybachufer ist auf Social Media zwar stark gehypt und oft laut und voll, doch es gibt gute Gründe, warum es viele trotzdem zum Wochenmarkt nach Neukölln zieht. Wer mediterran kochen möchte, findet hier alles, was es dafür braucht, von aromatischen Gewürzen über frische Kräuter bis hin zu Nüssen in großer Auswahl. Eine besondere Empfehlung sind die Stände mit selbstgemachten Antipasti: Von Garnelen in Öl über Feta mit Honig bis hin zu Bärlauch-Frischkäse gibt es hier eine ideale Auswahl für Beilagen oder den Einkauf für mehrere Personen. Auch Obst und Gemüse werden zu Konditionen angeboten, die man sonst kaum findet; oft bekommt man ganze Melonen oder Granatäpfel sowie mehrere Avocados für nur wenige Euro – ein großer Unterschied zu anderen Märkten der Stadt.
Wochenmarkt am Maybachufer. Maybachufer, Neukölln. Di und Fr 11–18.30 Uhr.
5. Wochenmarkt am Schlossplatz
Der Wochenmarkt am Schlossplatz Köpenick steht für Bodenständigkeit. Der Weg ist zwar etwas weiter, lohnt sich aber allein schon wegen der Lage direkt am Wasser. Hier landen hochwertige regionale Produkte aus Brandenburg in den Taschen – von erntefrischem Obst und Gemüse bis hin zu Wildspezialitäten aus den umliegenden Wäldern. Besonders empfehlenswert ist der frische Räucherfisch, der hier direkt aus der Region kommt. Auch die Auswahl an Blumen ist deutlich persönlicher und wirkt weniger „von der Stange“ als in der Innenstadt. In der Köpenicker Altstadt findet man an jeder Ecke Cafés, die deutlich weniger überlaufen sind als in Mitte oder Neukölln. Ein Marktbesuch, der sich eher wie ein kleiner Samstagsausflug anfühlt.
Wochenmarkt am Schlossplatz. Schlossplatz, Köpenick. Di und Do 9–15 Uhr.
