Nach tödlichem Unfall: Physiotherapeut startet Petition gegen E-Scooter
Der Physiotherapeut Adam Olichwer kann die Szene nicht vergessen. Er erinnert sich an eine ältere Dame, die um 6 Uhr morgens mit einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze vor den für die bei einem Unfall am Buckower Damm in Neukölln getötete 14-Jährige niedergelegten Blumen auf dem Trottoir kauerte. Er sei frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit an dem nur wenige hundert Meter von seiner Praxis entfernten Ort vorbeigekommen, erzählt er.
Einige Tage zuvor überquerte eine 14-Jährige mit einer gleichaltrigen Freundin auf einem E-Scooter den Buckower Damm an dieser Stelle, obwohl eine Ampel auf Rot stand. Ein Autofahrer konnte nicht mehr bremsen und stieß mit den Jugendlichen zusammen. Laut Polizei soll der Fahrer Alkohol getrunken haben. Die 14-Jährige überlebte den Unfall nicht. Ihre Freundin erlitt schwere Verletzungen. Freunde und Familie legten am Unfallort Blumen nieder. Anwohner berichteten von herzergreifenden Szenen.
Das Bild von der trauernden Frau auf dem Gehweg hat sich Olichwer eingeprägt. Und es hat etwas ausgelöst. „Ich bin selbst Vater und will verhindern, dass noch andere Angehörige um ihre Kinder trauern müssen“, sagt Olichwer.
Neue Regeln für Leih-Scooter gefordert
Der Neuköllner Physiotherapeut reichte auf der Internetplattform OpenPetition eine Petition an das Berliner Abgeordnetenhaus mit dem Ziel einer Beschränkung von E-Rollern in der Hauptstadt ein. 19.000 Leih-E-Scooter soll es in der Berliner Innenstadt geben. Sie sollen laut Petition nur noch an kontrollierten Stationen gemietet und abgegeben werden.
Falsch........
