Die heilige Emanzipation
Frauenklöster boten früher Bildung und Schutz vor Zwangsehen, waren aber auch von sozialer Ungleichheit geprägt.
Die Zahl der Ordensfrauen sinkt stark, da Frauen heute außerhalb der Kirche gleiche Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten haben.
Frauen sind weiterhin von kirchlichen Leitungsämtern ausgeschlossen, doch es gibt schrittweise Veränderungen und feministische Initiativen.
Zahl der Ordensfrauen in Österreich: 2005 ca. 5.000, 2024 ca. 2.600
105 Frauenorden und 87 Männerorden in Österreich
Jedes fünfte Spitalsbett in Österreich steht in einem Ordensspital
184 Schulen werden von Orden betrieben
Frauenklöster boten früher Bildung und Schutz vor Zwangsehen, waren aber auch von sozialer Ungleichheit geprägt.
Die Zahl der Ordensfrauen sinkt stark, da Frauen heute außerhalb der Kirche gleiche Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten haben.
Frauen sind weiterhin von kirchlichen Leitungsämtern ausgeschlossen, doch es gibt schrittweise Veränderungen und feministische Initiativen.
Zahl der Ordensfrauen in Österreich: 2005 ca. 5.000, 2024 ca. 2.600
105 Frauenorden und 87 Männerorden in Österreich
Jedes fünfte Spitalsbett in Österreich steht in einem Ordensspital
184 Schulen werden von Orden betrieben
Wenn man an das Klosterleben denkt, hat man wahrscheinlich zuallererst Entbehrungen und Zwänge wie Enthaltsamkeit und Gehorsam vor Augen. Was viele nicht wissen: Bis weit in die Neuzeit war ein Ordenseintritt für viele Frauen ein Mittel, sich zu emanzipieren.
Für dich interessant: „Macht ist nie neutral“
Denn durch die wirtschaftliche Sicherheit der Kirche konnten sie sich intensiv mit Wissenschaft und Kunst beschäftigen. Ihnen wurden Latein als damalige Wissenschaftssprache, Redekunst und Logik beigebracht. Zusätzlich gab es mit Zahlenlehre, Geometrie, Musik und Astronomie einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt in ihrer Ausbildung.
Die umfassende Bildung haben aber meist nur Frauen adeliger oder wohlhabender bürgerlicher Herkunft genossen. Konnte man die sogenannte Mitgift bezahlen, zählte man zu den Chorfrauen. Da diese das offizielle Stundengebet auf Latein hielten und Führungspositionen übernahmen, musste ihnen die entsprechende Bildung zuteilwerden. Frauen aus weniger wohlhabenden Familien wurden als Laienschwestern eingesetzt und verrichteten hauptsächlich einfachere Arbeiten, etwa auf dem Feld oder in der Küche.
Soziale Ungleichheit gab es also auch in der geistlichen Gemeinschaft. Dennoch konnte man im Schutz der Klostermauern Zwangsehen und männlicher Bevormundung entgehen. Frauenklöster sind bis heute autonome Institutionen, die dementsprechend von Frauen geleitet werden. Ob es um die Verwaltung von Ländereien geht oder um die Lebensweise im Kloster: Männer........
