Bericht zu Cannabislegalisierung: Deutschland jetzt XL-Markt
Zwei Jahre nach der umstrittenen Teillegalisierung von Cannabis sieht ein wissenschaftlicher Zwischenbericht auch Fehlentwicklungen und Korrekturbedarf an einigen Stellen. Inzwischen komme ein leicht wachsender Konsumanteil aus legalen Quellen, heißt es in einer Zwischenbilanz von Expertinnen und Experten der Universitäten Düsseldorf, Hamburg und Tübingen. Und es gebe Anzeichen, dass der Schwarzmarkt „langsam durch legale Angebote verdrängt wird“.
Für eine abschließende Bewertung sei es aber verfrüht. Aus Daten lasse sich bislang nicht ablesen, ob die Organisierte Kriminalität in diesem Bereich geschwächt sei, sagt Suchtforscher Jakob Manthey vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der Deutschen Presse-Agentur.
Kritisch sieht die Analyse: Für therapeutische Zwecke werde viel zu oft Medizinalcannabis mit zu hohem Wirkstoffgehalt verschrieben, was ein erhöhtes Gesundheitsrisiko berge. Frühe Interventionen zur Suchtvorbeugung bei Kindern und Jugendlichen seien zudem zurückgegangen. Die Polizei beklage Probleme bei der Verfolgung des weiter existierenden illegalen Cannabis-Handels.
„Größter legal-kommerzieller Cannabismarkt Europas geschaffen“
In der Evaluation zu den Auswirkungen des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) lässt auch aufhorchen: Der Gesetzgeber habe in Deutschland „den größten prinzipiell........
