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Bluthochdruck durch Alkohol? Schon kleine Mengen zeigen Wirkung

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19.05.2026

Die wichtigsten Erkenntnisse

Schon kleine Mengen Alkohol können den Blutdruck erhöhen – einen sicheren Schwellenwert gibt es laut Studien nicht.

Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto stärker steigen meist die Blutdruckwerte – unabhängig davon, ob Bier, Wein oder Spirituosen getrunken werden.

Wer seinen Alkoholkonsum reduziert, kann den Blutdruck oft deutlich senken – besonders bei regelmäßigem oder höherem Konsum.

Das Feierabendbier, das Glas Wein zum Essen oder der Aperitif am Wochenende gelten für viele Menschen als harmloser Genuss. Während über Zucker, Bewegungsmangel oder Salz als Risikofaktoren für Bluthochdruck regelmäßig gesprochen wird, wird Alkohol oft unterschätzt. Dabei zeigen aktuelle Studien zunehmend deutlich: Schon vergleichsweise kleine Mengen Alkohol können den Blutdruck beeinflussen – und zwar stärker als viele vermuten.

Kann Alkohol den Blutdruck wirklich erhöhen?

Denn Alkohol kann den Blutdruck sowohl kurzfristig als auch langfristig erhöhen. Wissenschaftler beobachten dabei einen nahezu linearen Zusammenhang: Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto höher steigen meist auch die Blutdruckwerte. Einen klaren Grenzwert, unterhalb dessen Alkohol keinen Einfluss mehr hätte, konnten Forscher bislang nicht nachweisen, wie aus einem Beitrag aus dem Jahr 2023 im Fachjournal Hypertension hervorgeht.

Allerdings wirkt Alkohol nicht immer sofort. Direkt nach dem Trinken erweitern sich zunächst die Blutgefäße, insbesondere in der Haut. Dadurch entstehen Wärmegefühle oder gerötete Wangen. Dieser kurzfristige Effekt kann den Blutdruck zunächst sogar senken. In einer großen Cochrane-Analyse zeigte sich, dass mittlere und hohe Alkoholmengen den systolischen Blutdruck in den ersten Stunden nach dem Konsum vorübergehend reduzierten. Gleichzeitig stieg jedoch die Herzfrequenz deutlich an. Nach mehreren Stunden kehrte sich der Effekt um: Etwa 13 Stunden nach dem Konsum stiegen sowohl systolischer als auch diastolischer Blutdruck wieder an. Die Forscher sprechen deshalb von einem „biphasischen Effekt“ des Alkohols.

Langfristig fällt die Wirkung deutlich eindeutiger aus. Eine Metaanalyse mit knapp........

© Südkurier