Iran feuert Raketen auf Straße von Hormus ab
17. Februar 2026 – 30. Schwat 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Iran feuert Raketen auf Straße von Hormus ab
Teile der strategisch wichtigen Meerenge wurden laut iranischen Staatsmedien »aus Sicherheitsgründen« zeitweise gesperrt
17.02.2026 13:42 Uhr
Während Vertreter der USA und des Iran in Genf indirekte Gespräche über das iranische Atomprogramm aufgenommen haben, verschärfte Teheran die Spannungen mit Militärmanövern im Persischen Golf. Nach Angaben iranischer Staatsmedien wurden im Rahmen einer Übung Raketen auf Ziele in der Straße von Hormus abgefeuert. Teile der strategisch wichtigen Meerenge wurden demnach »aus Sicherheitsgründen« zeitweise gesperrt.
Die Verhandlungen finden unter Vermittlung Omans und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in der Residenz des omanischen UN-Botschafters statt. Sie gelten als weiterer Versuch, den seit Jahren schwelenden Konflikt um das iranische Nuklearprogramm diplomatisch zu entschärfen. Parallel dazu verstärken die USA ihre militärische Präsenz in der Region, während Teheran mit See- und Raketenübungen demonstrativ Stärke zeigt.
Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte vor Beginn der Gespräche: »Ich bin mit realen Ideen für ein faires und ausgewogenes Abkommen nach Genf gekommen. Was nicht zur Debatte steht, ist Unterwerfung unter Drohungen.« US-Präsident Donald Trump zeigte sich zuversichtlich, dass Teheran ein Abkommen anstrebe, warnte aber vor Konsequenzen bei einem Scheitern der Diplomatie. »Ich glaube, sie wollen einen Deal. Ich glaube nicht, dass sie die Folgen eines Scheiterns wollen«, sagte er gegenüber Journalisten an Bord der Air Force One.
Lindsey Graham fordert konsequente Unterstützung für Iran-Proteste
Der republikanische Senator spricht sich außerdem für ein konsequentes Vorgehen in Gaza aus: »Ich glaube nicht, dass die Hamas jemals abrüsten wird, solange man sie nicht dazu zwingt.«
Huckabee: USA und Israel in Iran-Frage eng abgestimmt
»Iran ist nicht Israels Problem, Iran ist ein Problem der ganzen Welt«, sagt der amerikanische Botschafter in Jerusalem
Analyse: Iran repariert Raketenanlagen schneller als Nuklearzentren
Während mehrere beschädigte Raketenstandorte offenbar zügig instand gesetzt wurden, kommen die Arbeiten an zentralen Nuklearanlagen deutlich langsamer voran
Machtwechsel in Teheran
Aus Washington hieß es zudem, militärische Optionen blieben auf dem Tisch, sollte es zu keiner Einigung kommen. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt mit dem Einsatz von Gewalt gedroht und auch einen Machtwechsel in Teheran ins Spiel gebracht.
Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei wies diese Drohungen zurück. »Der US-Präsident sagt, ihre Armee sei die stärkste der Welt, aber die stärkste Armee der Welt kann manchmal so hart geschlagen werden, dass sie nicht mehr aufsteht«, wurde er in iranischen Medien zitiert. In weiteren Aussagen warnte er vor Versuchen, den Ausgang der Gespräche vorab zu diktieren, und betonte, auch große Kriegsschiffe seien verwundbar.
Die Straße von Hormus ist eine der sensibelsten Seehandelsrouten der Welt. Rund ein Fünftel der globalen Erdölproduktion und ein erheblicher Teil des weltweiten Seehandels passieren die nur wenige Dutzend Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman. Experten warnen, dass jede Einschränkung des Verkehrs dort gravierende Folgen für Energiepreise und Weltwirtschaft haben könnte. Historisch hatte Teheran wiederholt mit einer Blockade gedroht; bereits in den 1980er-Jahren kam es im sogenannten Tankerkrieg zu Angriffen auf Schiffe. im
Lindsey Graham fordert konsequente Unterstützung für Iran-Proteste
Der republikanische Senator spricht sich außerdem für ein konsequentes Vorgehen in Gaza aus: »Ich glaube nicht, dass die Hamas jemals abrüsten wird, solange man sie nicht dazu zwingt.«
AfD Niedersachsen als »extremistische Bestrebung« eingestuft
Niedersachsens Innenminister bezeichnet die Partei als »Bedrohung«
17.02.2026 Aktualisiert
Antisemitismus: Israelische Konsulin erhebt Vorwürfe gegen Kammerspiele
Nach einer Podiumsdiskussion über den Krieg in Gaza und angebliche Kriegsverbrechen wirft Generalkonsulin Talya Lador-Fresher dem Theater vor, antisemitische und antiisraelische Positionen zu fördern
Mitarbeiter der Stadt rief zu Mord an Israelis auf
»Ein einziger Israeli, der auf der Welt übrig bleibt, wäre schon einer zu viel!«, soll ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde erst im letzten Jahr geschrieben haben
Huckabee: USA und Israel in Iran-Frage eng abgestimmt
»Iran ist nicht Israels Problem, Iran ist ein Problem der ganzen Welt«, sagt der amerikanische Botschafter in Jerusalem
Olympische Winterspiele
Schweizer Kommentator spricht über Gaza statt über Israels Zweierbob
Während der Abfahrt des israelischen Zweierbob-Teams in Mailand-Cortina scheut sich ein Westschweizer Sportkommentator nicht, den israelischen Sportler Adam Edelman als Zionisten zu bezeichnen
von Nicole Dreyfus 17.02.2026
UN-Experten rügen Umgang mit Epstein-Akten
Der Fall Epstein setzt US-Behörden unter Druck: Teils wurden Namen von Opfern veröffentlicht, teils Ermittlungen unterlassen. Aus Sicht von UN-Sachverständigen steht die Glaubwürdigkeit von Regierungen auf dem Spiel
Gegen Judenhass in de Bütt gestiegen - diesen Redner muss man lieben
Bei der Mainzer Fastnacht hält »Till« eine bemerkenswerte Rede über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Eine Wohltat für den sonst so schrecklich unpolitischen Karneval
von Martin Krauß 16.02.2026
Scharfe Kritik an Termin für AfD-Parteitag in Erfurt
Die AfD will ihren Bundesparteitag im Juli in Erfurt abhalten. Die Wahl des Termins ruft Kritiker auf den Plan. Genau 100 Jahre zuvor fand in Weimar ein NSDAP-Parteitag statt
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
