Christian Ulmen bricht sein Schweigen – in einem „Zeit“-Interview, das keines gewesen sein soll
Man kann nicht nicht kommunizieren, wissen Scharen von Publizistikstudenten. Sicher weiß es auch Christian Ulmen. Und wenn nicht dieser, dann der andere Christian: Schertz, sein Anwalt. Ulmen hat die Vorwürfe gegen seine Person, die seine Ex-Frau Collien Fernandes Mitte März im „Spiegel“ erhoben hat, bislang nicht öffentlich kommentiert. Nicht den der „virtuellen Vergewaltigung“, nicht den der häuslichen Gewalt.
So ist das bei prominenten Fällen häufig. In Krisen ist das Schweigen, oder sagen wir, die forcierte Nicht-Kommunikation eine verbreitete Strategie. „Strategic silence“ nennt man das. Wenn überhaupt sprechen andere für die öffentlich Angeprangerten: Pressesprecher oder Anwälte. Auch für den Rammstein-Sänger Till Lindemann hat Schertz (ja, derselbe Anwalt) das Zurückweisen der Vorwürfe übernommen. Oder die Beschuldigten melden sich einseitig mit ausformuliertem........
