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Warum tanzt der Tänzer?

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29.04.2026

Am Anfang war der Tausch: Dinge gegen Dinge, direkt, sperrig, konkret. Ein Sack Getreide gegen Stoff, ein Werkzeug gegen Vieh. Irgendwann wurde das kompliziert bis unmöglich, man brauchte etwas dazwischen, ein Konverter, ein gemeinsamer Nenner. So entstand Geld, erst Münzen, dann Papier, dann entkoppelte sich das Geld vom realen Wert, wurde zu „Fiatgeld“, wobei ich nicht über wirklichen Wert dieses Vertrauens nachdenken will.

Mit dem Geld kommt eine Verschiebung: Nicht nur Getreide und Stoff bekommen einen Preis, sondern auch Zeit, Kraft und die Fähigkeiten eines Körpers. Man verkauft somit Stunden, Erzeugnisse, Kompetezen, aber nicht den Menschen selbst – auch wenn sich das gedanklich leichter trennen lässt als in der Praxis.

Ich habe darüber neulich im Ballett nachgedacht. Auf........

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