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Finma Superstar?

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Soll die Finanzmarktaufsicht keine «Superbehörde» sein? Die Schweizerische Bankiervereinigung warnt ausdrücklich davor; sie will das nicht. Zusätzliche Kompetenzen allein würden nicht zu einer besseren Aufsicht führen, so argumentiert sie.

Finma-Direktor Stefan Walter.

Also bisher meinte ich, das Wort «Super» sei ein Begriff, der grundsätzlich eine positive Bedeutung hat. Es bedeutet umgangssprachlich «sehr gut», «toll» oder «ausgezeichnet». Es leitet sich vom lateinischen Wort super für «über», «darüber hinaus» oder «oben» ab. Wieso nun also soll die Finma nicht super sein – ich verstehe das nicht. Super ist wie Star (etwa Staranwalt) ein Kompliment. Die Bankiervereinigung will keine Superaufsicht, und um das zu untermauern, greifen ihr zugewandte professionelle Schreiberlinge dann noch den Chef der Finma persönlich an (wenn man keine sachlich überzeugenden Argumente hat, versucht man es halt so). Es ist peinlich und beschämend.

Es geht wieder einmal um Regulierung und Kompetenzen der Finanzmarktaufsicht und nein, diese Suppe will die Bankiervereinigung lieber nicht aufessen. Das Fettauge Finma droht zu gross zu werden.

Im zur Debatte stehenden Paket des Bundesrates geht es unter anderem um Prävention. Namentlich um Bussen, mehr Transparenz beim Enforcement sowie das Senior Manager Regime (SMR). Obwohl alle drei «Instrumente» in den grossen Finanzmärkten seit langem Standard sind, ist für die Schweiz nicht sicher, ob sie eingeführt werden. Es gibt Widerstand.

Wer in der ersten Liga mitspielen will, muss Erstliga-Standards haben und befolgen. Das ist für die Konkurrenzfähigkeit und........

© Aargauer Zeitung