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Gründonnerstag

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02.04.2026

In ihrer wunderschön persönlichen Sonntagskolumne zum Palmsonntag berichtete Chris Kaiser glockenhell von ihrem Umgang mit dem Glauben, der letztlich im Atheismus mündete. Mein Leben war von norddeutsch-protestantischen Ereignissen geprägt und demzufolge wirklich im Sinne meiner Humorsensibilität nicht unlustig. Um ernsthaft tiefgläubig zu werden, dazu fehlte mir buchstäblich die Gelegenheit.

Gedanken zur Fußwaschung!

In Erinnerung an das Abendmahl, nimmt sich vornehmlich ein Mann im priesterlichen Gewande, die Füße von ein Dutzend Personen vor und reinigt diese. Ein Ritual, welches alltägliche Situationen des Lebens aufnimmt. Der Priester wäscht die Füße der Gemeinen der Gemeinde, vollbringt also eine liebevoll inszenierte Geste, an einigen Jeder-Menschen.

Ein Ritus aus einer Zeit, als die Leute noch viel in Sandalen und Sandaletten unterwegs waren und Strümpfe und Socken in vornehmlich warmen Klimazonen nicht unbedingt Not taten. Da die Straßen und Wege durchaus permanent staubig waren, bot sich oft eine Fußwaschung an.

Heute vielleicht ein etwas ungewöhnliches Ritual, obwohl ich aus Haltung, in Sandalen von Birkenstock, meinen Gang zum Standesamt und zur Eheschließung im Jahre 1994 antrat.

Das Waschen der Füße ist mir aber auch im Alltag meiner Arbeit geblieben. Während Fußgänger eine Hornhaut produzieren und sich ein stabiles Gerüst, inklusive orthopädischer Auffälligkeiten, aufgrund des zu Fuß seins entwickelt, verhält sich das bei immobilen Personen durchaus anders.

Die Sohlen unserer RollifahrerInnen, sind weich und auf andere Art und Weise zu waschen und bedürfen einer eher medizinischen Pflege. Aber die Fußwaschung, ist einer assistierenden........

© Die Kolumnisten